Umgang mit Alkohol am Arbeitsplatz

03. Januar 2022

Die Lockdowns und die Unsicherheit während der Pandemie haben dazu geführt, dass viele Menschen verstärkt zu Alkohol gegriffen haben. Das ist fatal, denn für viele ist das der Einstieg in die Sucht. Steuern Sie zumindest in der Dienststelle dage­ gen – mit dieser Dienstvereinbarung.

Muster-Dienstvereinbarung: Alkohol am Arbeitsplatz

Zwischen der … (Dienststelle) und dem Personalrat wird folgende Dienstvereinbarung zum Umgang mit Alkohol am Arbeitsplatz geschlossen:

§ 1 Geltungsbereich

Diese Dienstvereinbarung gilt für alle Beschäftigten der Dienststelle.

§ 2 Zielsetzungen

Ziele dieser Dienstvereinbarung sind

1. die Förderung und Erhaltung der Gesundheit der Beschäftigten,

2. die Erhaltung und Erhöhung der Arbeitssicherheit,

3. den betroffenen Beschäftigten rechtzeitig Hilfe anzubieten sowie

4. die Sicherstellung eines einheitlichen Handlungskonzepts.

§ 3 Mitwirkung der Beschäftigten

In allen Diensträumen und während der Dienstzeit gilt für alle Beschäftigten der Dienststelle ein absolutes Alkoholverbot.

§ 4 Abgabe von Suchtmitteln

Die Abgabe von alkoholischen Getränken in der Kantine oder durch Automaten unterbleibt völlig. Der Ausschank von alkoholischen Getränken bei dienstlichen Anlässen durch den Dienstherrn ist erlaubt.

§ 5 Handlungsanweisungen bei Alkoholkonsum

1. Beschäftigte dürfen sich nicht durch Alkoholgenuss in einen Zustand versetzen, durch den sie sich oder andere gefährden.

2. Im Fall akuter Alkoholisierung wird wie folgt vorgegangen:

—  Bei begründetem Verdacht, dass Beschäftigte unter Einfluss von Alkohol stehen, muss der oder die Vorgesetzte entscheiden, ob sie ohne Gefahr für sich und andere ihre Arbeit fortsetzen können.

—  Der oder die Vorgesetzte zieht zum Zweck der Beweissicherung ein Mitglied des Personalrats hinzu.

—  Zum Gegenbeweis können sich Beschäftigte einem Alkoholtest unterziehen.

—  Wird der oder die Beschäftigte nach Hause entlassen, trägt die Dienststelle die Verantwortung für den sicheren Heimweg.

—  Muss ein Heimtransport veranlasst werden, hat der oder die Betroffene alle Kosten zu tragen.

—  Für die ausgefallene Arbeitszeit besteht kein Anspruch auf Arbeitsentgelt.

§ 6 Information der Beschäftigten

Die Beschäftigten werden regelmäßig über die Wirkung verschiedener Suchtmittel, die Ursachen und Auswirkungen des Missbrauchs und mögliche Folgen der Abhängigkeit sowie Hilfsmöglichkeiten informiert.

§ 7 Arbeitssituation und Missbrauch von Suchtmitteln

Treten in einzelnen Arbeitsbereichen verstärkt Suchtmittelmissbrauch und/oder dessen Folgen auf, erfolgt gemeinsam mit den Betroffenen, dem Personalratsgremium, den Vorgesetzten und dem Arbeitskreis für Suchtprävention und Suchthilfe eine Untersuchung der Arbeitssituation. Ziel ist eine adäquate Verbesserung.

§ 8 Geltungsdauer, Kündigung

Diese Dienstvereinbarung tritt sofort in Kraft.

Ort, Datum       Für die Dienststelle                Für den Personalrat

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