Sehr viele Menschen haben Angst davor, bei einem Vortrag nicht so gut rüberzukommen, wie sie wirklich sind. Sie haben Angst, wenn sie allein als Redner vor einem größeren Publikum auftreten müssen. Das gilt in der Regel auch für geübte Redner bzw. für Personen, die beruflich oder privat immer wieder vor vielen Menschen sprechen. Diese Redeangst bzw. das Lampenfieber ist ganz natürlich. Sie darf aber nicht so weit gehen, dass sie Ihren Kopf blockiert. Die im Folgenden erklärten Strategien helfen Ihnen dabei, Ihre Redeangst abzubauen.
Denken Sie immer positiv
Steigern Sie sich auf keinen Fall in Ihre Angst hinein. Wenn Sie immer nur daran denken, was alles schiefgehen kann, geht es womöglich auch schief, weil Ihre Angst alle positiven Energien blockiert. Wirken Sie dem mit positiven Gedanken entgegen.
Berücksichtigen Sie dabei die folgenden 3 Aspekte:
1. „Alles halb so wild“
Malen Sie sich das Schlimmste aus. Haben Sie beispielsweise Angst, sich lächerlich zu machen, stellen Sie sich vor, wie Sie sich verhaspeln oder unabsichtlich einen Witz machen. Was wird geschehen? Die Zuhörer werden lachen. Sie selbst werden mitlachen, sich dann aber wieder konzentrieren und mit Ihrem Vortrag fortfahren. Das Schlimmste ist also meist gar nicht so dramatisch.
2. Fragen Sie sich: „Was kann bestenfalls passieren?“
Je mehr Positives Sie sich vorstellen, desto sicherer und besser werden Sie auftreten können.
3. „Ich bin gut!“
Motivieren Sie sich selbst, indem Sie sich gut zureden – in Gedanken oder laut, je nachdem, was Ihnen eher zusagt, z. B.: „Mir geht es gut“, „Ich bin gut“, „Ich bin gelassen“, „Ich freue mich auf …“. Denn Selbstmotivation kann Wunder wirken.
Setzen Sie gezielt auf Entspannungsübungen
Angst führt dazu, sich zu verkrampfen. Umgekehrt können Sie Ihre Angst durch gezielte Entspannung abbauen. Das hilft oft auch kurz vor dem Auftritt noch. Solange Sie vor einem Vortrag noch unbeobachtet sind, können Sie Entspannungsübungen machen. Folgende 3 Übungen bieten sich an:
1. Anspannen, entspannen
Spannen Sie Ihren Körper an und ballen Sie Ihre Hände zu Fäusten. Halten Sie die Anspannung für ein paar Sekunden und entspannen Sie im Anschluss. Wiederholen Sie diese Übung mehrfach. Viele haben Schwierigkeiten, sich zu entspannen, und wissen gar nicht, wie es sich anfühlt, entspannt zu sein.
2. Tief durchatmen
Bei Nervosität ist der Körper verspannt. Atmen Sie bewusst tief durch die Nase ein und langsam durch den Mund wieder aus. Sollten Sie hyperventilieren – d. h. zu zittern beginnen, weil Sie zu viel Sauerstoff im Blut haben –, legen Sie beim Ausatmen Ihre Hände wie eine Kuppel über den Mund. Atmen Sie die sauerstoffarme Luft wieder ein. Machen Sie dies so lange, bis Sie sich beruhigen.
3. Sich bewegen: Bewegung baut Stress ab
Vor der Präsentation können Sie in einem abgetrennten Raum Gymnastik machen, oder die Treppen hinauf- und hinunterlaufen. Bleiben Sie während der Präsentation nicht steif stehen, sondern gehen Sie auf das Publikum zu. Das wirkt offen und sympathisch.
Führen Sie ein Angsttagebuch
Notieren Sie Ihre Ängste, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Nach einer gewissen Zeit wird klar, wann und warum die Angst zuschlägt. Wenn Sie die Ursachen kennen, können Sie konstruktiv mit ihnen umgehen. Nach dem Motto „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ verschwinden die Ängste dann ganz von allein. Setzen Sie bewusst auf eine positive Körpersprache. Wirken Sie verkrampft, nervös und ängstlich, nimmt Ihr Körper automatisch eine schutzsuchende, abwehrende Körperhaltung ein. Das macht keinen guten Eindruck bei Ihren Zuhörern und verstärkt Ihr Lampenfieber eher. Setzen Sie bewusst auf eine offene Körperhaltung.
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