Eine packende Rede zu halten, die zugleich auch sachlich und fachlich fundiert ist, das ist wirklich eine Kunst für sich. Der eine beherrscht diese Kunst spielend, der andere tut sich zunächst schwer. Das ist ganz natürlich. Aber eine gute Rede zu halten lässt sich üben. Befolgen Sie dazu die folgenden Tipps und punkten Sie mit Kompetenz und Redekunst. Sie werden sehen, Sie werden von Rede zu Rede besser sein.
Planen Sie ausreichend Zeit für die Vorbereitung ein
Wer eine gute Rede halten will, muss genug Zeit für die Vorbereitung einplanen. Was ausreichend ist, hängt vom Thema, der Redezeit und natürlich vom Training des Vortragenden ab. Zur Vorbereitung gehört auch die konkrete Festlegung des Ziels der Rede.
Als Personalratsvorsitzender sind Sie es zwar gewohnt, Anliegen vor Ihrem Dienstherrn und Ihren Gremiumskollegen vorzutragen. Eine Rede ist allerdings anspruchsvoller, da Sie einem großen Publikum verschiedene Themen präsentieren müssen. Planen Sie deshalb für einen 20- bis 30-minütigen Vortrag mindestens 3 Tage Vorbereitungszeit ein.
Stimmen Sie Ihren Sprachstil auf die Zuhörer ab
Die beste Rede ist uninteressant, wenn die Zuhörer nicht auf Anhieb verstehen, worum es geht. Berücksichtigen Sie deshalb beim Formulieren unbedingt den Wissensstand Ihres Publikums. Passen Sie zudem den Sprachstil der Rede an Ihre Zuhörer an.
Treten Sie souverän auf
Selbst für geübte Redner ist es nicht immer leicht, als Trainer, Moderator oder Vortragender stillzustehen. So steuern Sie gegen:
- Machen Sie nur wenige kleine Schritte hintereinander und versuchen Sie dann, eine Zeit lang stillzustehen.
- Vermeiden Sie jegliche hektischen Bewegungen und wildes Herumfuchteln mit den Armen. Leichtes Gestikulieren, um Ihre Worte zu unterstreichen, ist aber erlaubt und sogar erwünscht.
Reden Sie frei
Eine gute Rede muss lebendig klingen. Deshalb ist Ablesen – abgesehen von wenigen Ausnahmen – verboten. Wer es versteht, gekonnt Pausen zu setzen und das Publikum einzubeziehen, erhält die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer über einen längeren Zeitraum.
Kurze Stichwörter sind hilfreich
Bereiten Sie sich einen Spickzettel vor, auf dem Sie die wichtigsten Stichwörter Ihrer Rede notieren. Verlieren Sie mal den Faden während eines Vortrags, wiederholen Sie das zuletzt Gesagte und werfen derweil einen Blick auf Ihren Spickzettel. So finden Sie den Anschluss leicht wieder.
Formulieren Sie kurze Sätze
Vermeiden Sie lange Schachtelsätze. Sprechen Sie in kurzen Sätzen. Dadurch ist Ihre Botschaft für Ihre Zuhörer besser zu verstehen und einprägsamer.
Setzen Sie auf Wiederholung
Formulieren Sie Ihre Botschaft klar und wiederholen Sie sie beharrlich, möglichst bis Sie das Gefühl haben, dass sie von allen verstanden und verinnerlicht worden ist.
Machen Sie eine Generalprobe
Nehmen Sie sich die Zeit und machen Sie eine Generalprobe. Selbst geübte Redner sind immer wieder vor einem großen Auftritt nervös und haben Lampenfieber. Dagegen hilft nur eines: üben, üben, üben. Proben Sie Ihre Rede deshalb zu Hause vor dem Spiegel oder dem familiären Publikum. Das hilft!
Trainieren Sie Ihre Schlagfertigkeit
Auch während eines Vortrags, einer Rede oder einer Präsentation kann es mal unangenehm werden. Vor allem dann, wenn es um ein heikles Thema geht, die Zuhörer einem nicht so wohlgesonnen sind und kritische Fragen zu dem Thema stellen. Dann ist Ihre Schlagfertigkeit gefragt. Schlagfertigkeit ist zwar nicht angeboren. Sie lässt sich aber üben.
Greift ein Kollege oder auch Ihr Dienstherr Sie in einer hitzigen Debatte an, stehen Sie am besten da, wenn Sie die unangebrachten Worte Ihres Gegenübers „übersetzen“, also den Ball quasi gelassen zurückspielen. Damit nehmen Sie die Situation in die eigene Hand und bestimmen ihren Ausgang.
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