Am 24.1.2023 starten die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst – und nicht nur dort. 2023 wird ein wahrer Tarifvertragsmarathon:
Die Gewerkschaft ver.di hat schon angekündigt, für die Beschäftigten 10,5 % mehr Lohn herausholen zu wollen, mindestens aber 500 € monatlich für jeden. Auszubildende, Studierende und Praktikanten sollen 200 € mehr erhalten. Der Tarifabschluss soll eine Laufzeit von 12 Monaten haben.
Wir dürfen gespannt sein, was kommt. Fest steht jedenfalls, dass in diesen schwierigen Zeiten die Tarifverhandlungen hart ausfallen dürften. Hier einige Eckdaten zu den Tarifverhandlungen:
Verhandelt wird in 3 Runden:
1. Verhandlungsrunde: 24.1.2023
2. Verhandlungsrunde: 22.–23.2.2023
3. Verhandlungsrunde: 27.–29.3.2023
In der freien Wirtschaft hatte die IG Metall auch einen guten Tarifabschluss erzielt. Wir dürfen gespannt sein, was ver.di erreichen wird. Insbesondere müssen wir uns aber auch auf Streiks in vielen Bereichen einstellen. Denn nicht nur im öffentlichen Dienst laufen die Tarifverträge aus, sondern über das Jahr verteilt in vielen Branchen:
Gute Arbeit, faires Entgelt
Rüsten Sie sich für harte Verhandlungen im Jahr 2023 mit einem hoffentlich guten Ergebnis für alle betroffenen Beschäftigten.
Denn ohne faire Bezahlung lässt sich keine gute Arbeit sichern!
| ÜBERSICHT: TARIFVERHANDLUNGEN 2022/2023 | |
| Ende der Tarifverträge | Branche |
| Dezember 2022 | • öffentlicher Dienst (vor allem Bund und Gemeinden) (2.777.000 Beschäftigte) • Deutsche Post AG (160.000 Beschäftigte) • Zeitarbeit (735.000 Beschäftigte) • Bewachungsgewerbe (152.000 Beschäftigte) |
| Februar 2023 | Deutsche Bahn AG (119.000 Beschäftigte) |
| März 2023 | • Kfz-Gewerbe (410.000 Mitarbeitende) • Einzelhandel Hessen, Saarland, Baden Württemberg (593.000 Beschäftigte) |
| April 2023 | • Groß- und Außenhandel (1.175.000 Beschäftigte) • Einzelhandel Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, NordrheinWestfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern (1.584.000 Beschäftigte) |
| Mai 2023 | Einzelhandel Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen (212.000 Beschäftigte) |
| Juni 2023 | Einzelhandel Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg (234.000 Beschäftigte) |
| Juli 2023 | privates Verkehrsgewerbe (Speditionen, Güterverkehr) Sachsen-Anhalt, Sachsen (57.000 Beschäftigte) |
| September 2023 | öffentlicher Dienst Länder (ohne Hessen) (939.000 Beschäftigte) |
| November 2023 | Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie (179.000 Beschäftigte) |
Was ich mir wünschen würde, wäre ein Tarifabschluss, der Beschäftigte nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) und Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst auf eine Stufe hebt. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Leider werden aber die TV-L-Beschäftigten in der Realität gnadenlos abgehängt.
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