Im Dezember 2021 und Januar 2022 hat die Jobplattform StepStone eine Onlinebefragung unter insgesamt rund 18.000 Arbeitnehmenden in Deutschland durchgeführt. Ergebnis: Viele denken über einen Jobwechsel nach. Eine gefährliche Tendenz, insbesondere für den öffentlichen Dienst!
35 % der Menschen denken mehrmals pro Woche oder sogar täglich über einen Jobwechsel nach. Nur für 15 % der Befragten spielt das Thema Jobwechsel überhaupt keine Rolle. Bei knapp 45 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland ergibt sich so eine Zahl von mehr als 15 Millionen aktiv Wechselwilligen. Und weitere 23 Millionen könnten sich einen Wechsel zumindest vorstellen, wenn das Angebot stimmt.
Trend kommt aus den USA …
Immer mehr freie Jobs, immer weniger Erwerbstätige, mehr Flexibilität und Mobilität: Der Mangel an Arbeitskräften revolutioniert den Arbeitsmarkt. In den USA hat dieser Umstand – in Verbindung mit der Coronapandemie – seit 2021 bereits zur größten Kündigungswelle der Geschichte geführt. Genannt wird das „Great Resignation“, „Silent Resignation“, „Big Quit“ oder auch „Great Reshuffle“.
… und auch zu uns
Glaubt man der groß angelegten Studie, kommt der Trend mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nach Deutschland. Ihre Dienststelle sollte darauf vorbereitet sein. Der Arbeitsmarkt wird sich in großem Maße verändern.
Warnungen ernst nehmen
Es handelt sich nicht um die erste Umfrage, die ich hier darstelle, die zu einem solchen Ergebnis kommt. Bei Ihnen als Personalrat sollten alle Warnlampen angehen. Wenn Ihre Dienststelle Personal verliert, bedeutet dies Personalknappheit. Gehen Sie das Thema jetzt gemeinsam mit Ihrem Dienstherrn an. Die Personalplanung gehört auch zu Ihrem Aufgabenbereich als Personalrat.
Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden Ihre Antwort!