Ein resilienter Mensch versucht nicht, einen Rückschlag zu leugnen, sondern akzeptiert seine Trauer und Wut darüber. Gleichzeitig hat er den unerschütterlichen Optimismus, dass sich die Dinge irgendwann wieder zum Positiven wenden werden. Die folgenden Kriterien zeichnen einen besonders resilienten Menschen aus:
Definition Resilienz
Resilienz beschreibt die Fähigkeit von Personen, schwierige Lebenssituationen wie Krisen oder Katastrophen ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu überstehen.
Kriterium 1: Resiliente Menschen haben eine positive Grundeinstellung
Ganz entscheidend ist die Grundeinstellung eines Menschen. Menschen mit einer positiven Grundeinstellung schauen selbst in schwierigen Situationen den Tatsachen mutig ins Auge. Sie bewerten Fehler als Chance zum Lernen. Sie geben nicht auf und machen so lange weiter, bis sie ihr Ziel erreicht haben.
Resiliente Menschen glauben, dass sich Dinge zum Positiven wenden. Sie nehmen Tatsachen an und schauen damit der Realität ehrlich in die Augen.
Kriterium 2: Resiliente Menschen haben ihre Emotionen im Griff und sind selbstbewusst
Resiliente Menschen besitzen die Gabe, die eigenen Emotionen zu lenken und zu steuern. Das heißt nicht, dass solche Mitarbeiter keinerlei Emotionen besitzen. Sie wissen aber, wie man mit Ärger, Frust und allem anderen umgeht, damit man die Emotion überwindet und es einem wieder rasch gut geht.
Kriterium 3: Resilienz zeigt sich im Überwinden von scheinbar unüberwindbaren Hindernissen
Natürlich können auch resiliente Menschen einmal scheitern. Sie haben davor aber keine Angst, die sie lähmt. Sie verstehen jede Herausforderung als Chance und Möglichkeit, über sich selbst hinauszuwachsen. Und: Resiliente Menschen sind sich bewusst, dass im Leben nicht alles glattlaufen kann.
Sie zweifeln auch dann nicht an ihrem Wert, wenn sie große Misserfolge verkraften müssen. Nach einem Scheitern motivieren sie sich vielmehr zu einem 2. Anlauf und lassen sich nicht davon abhalten, ihr Ziel zu erreichen.
Kriterium 4: Bei resilienten Menschen steht die Lösung im Mittelpunkt
Resiliente Menschen haben die Machbarkeit, also die Lösung einer schwierigen Situation, im Fokus. Sie können ihre Gefühle kontrollieren und im Umgang mit anderen sowohl Grenzen setzen als auch Brücken bauen. Sie können sich durchsetzen und werden respektiert.
Ihr Berufsumfeld gestalten sie aktiv. Lösungsorientierte kennen auch den Zustand des „Flow“, Selbstvergessenheit mit dem Gefühl, völlig „im Fluss“ zu sein. Sie sind körperlich und mental fit und vertrauen auf ihre eigene Stärke.
Sie stellen sich die Fragen:
● Was kann ich tun?
● Welche Möglichkeiten habe ich, wieder Freude in mein Leben zu bringen?
Kriterium 5: Resiliente Menschen reagieren anpassungsfähig und flexibel
Resilienz heißt auch, sich Situationen anzupassen oder zu ändern. Solche Menschen analysieren ihre Situationen genau. Sie lernen so, was nicht funktioniert, und erkennen die Gründe, die in einer bestimmten Situation negative Gefühle auslösen.
Wenn die Vorgehensweise nicht das gewünschte Resultat erbringt, wird sie angepasst. Das ermöglicht ihnen, sich auf das zu fokussieren, was funktioniert, und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um sich besser zu fühlen. Sie lernen aus Fehlern.
Kriterium 6: Ein soziales Netzwerk gibt Schutz
Resiliente Menschen sind in der Lage, andere um Unterstützung zu bitten, und haben eine Reihe von Menschen, die bereit sind, ihnen in einer schweren Zeit zur Seite zu stehen. Sie beherrschen den Umgang mit anderen Menschen.
Sie können sich mit Empathie in die Gedanken- und Gefühlswelt eines anderen hineinversetzen, die Perspektive wechseln. So können sie ihr Gegenüber besser dort abholen, wo es gerade steht, und sie verstehen besser, weshalb der andere so tickt, wie er tickt.
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