Psychische Belastungen greifen immer weiter um sich. Die Verrohung der Gesellschaft, immer größere Arbeitsverdichtung und nicht zuletzt die Probleme rund um das Thema Corona tragen dazu bei. Sie als Personalratsvorsitzender wissen das am besten. Und trotzdem ist das noch immer ein Tabuthema. Warum eigentlich?
LinkedIn hat durch das Marktforschungsunternehmen YouGov Ende September 2021 eine Onlineumfrage durchgeführt und 2.018 deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragen lassen, davon 1.017 mit Führungsverantwortung. Das erschreckende Ergebnis:
- 37 % der Teilnehmenden haben nach eigenen Angaben selbst schon an psychischen Erkrankungen gelitten. Die Depression war dabei die häufigste Erkrankung (60 %), gefolgt von Schlafstörungen (46 %), Angststörungen (30 %) und Burnout (26 %).
- 67 % gehen davon aus, dass die Anzahl der Betroffenen noch zunehmen wird.
- 65 % der Befragten nehmen an, dass es an ihrem Arbeitsplatz bereits Fälle von Burnout gab – auch wenn diese nicht offiziell bestätigt wurden.
- 39 % der Betroffenen trauen sich nicht, am Arbeitsplatz offen über das Thema zu sprechen.
- 43 % der Betroffenen glauben, dass es ihnen schaden würde, über das Thema zu sprechen, und 46 % haben schon einmal falsche Aussagen gemacht.
- 51 % der Angestellten geben an, dass ihr Unternehmen keine externen Ratgeber für psychische Gesundheit hat.
FAZIT
Thema ansprechen ▷ Schaffen Sie gemeinsam mit Ihrem Dienstherrn ein Klima des Vertrauens. Nur ein offener und tabufreier Umgang kann dazu führen, dass psychische Belastungen abgefangen werden.
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