Wenn man die Zahlen des AOK Fehlzeitenreports 2024 richtig deutet, dann ist dem so. Denn allein zwischen Januar und August kamen auf 100 Versicherte rund 225 krankheitsbedingte Arbeitsausfälle. Das entspricht dem Krankenstand des gesamten Jahres 2023. Wenn man zu den Zahlen 2024 dann noch die Grippewelle im Winter dazuzählt, wird 2024 leider zum Rekordkrankheitsjahr.
Woher kommen die hohen Krankheitszahlen?
Vorreiter bei den hohen Zahlen sind neben den Atemwegserkrankungen wieder die psychischen Erkrankungen. Diese resultieren daraus, dass die Menschen immer mehr belastet werden. Arbeitsverdichtung, Kriege, immer teurer werdende Lebenshaltungskosten und terroristische Anschläge mitten in Deutschland – das schafft Unsicherheit und ruft Zukunftsängste hervor. Und Angst führt oft zu psychischen Erkrankungen.
Was können Sie als Personalrat tun?
Als Einzelperson können wir unsere verrückte Welt sicher nicht zurück in ihre Fugen rücken. Aber wir können klein anfangen und so kann jeder mit seinem Puzzleteil zur Stärkung aller beitragen. Stärken Sie zum Beispiel das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Dienststelle, durch Sportgruppen oder Stammtische. Wer ein soziales Netz hat, ist psychisch stabiler. Zudem merkt man meist erst in einer Gruppe, dass man mit seinen Sorgen und Nöten nicht allein ist. Das entlastet und hilft dem Einzelnen immens.
Gesundheitsmanagement neu auflegen
Neben psychischen Erkrankungen sind die klassischen Rückenschmerzen sehr stark bei den Krankheitszeiten vertreten. Hier können Sie als Personalrat über die Ergonomie am Arbeitsplatz und ein gelungenes Gesundheitsmanagement Einfluss nehmen. Denken Sie auch an die Aktualität Ihrer Gefährdungsbeurteilungen. Psychische Belastungen müssen hier aufgenommen werden.
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