Wenn es um Schwerbehinderung geht, denken wir immer an sichtbare Behinderungen, Rollstühle und Hilfsmittel. Es gibt aber auch den Bereich der nicht sichtbaren Behinderung, dafür möchte ich Sie sensibilisieren. Jemand, der uns seltsam vorkommt oder sehr kontaktscheu, kann z. B. Asperger-Autist sein. Denken Sie an die nicht sichtbaren Behinderungen, bevor Sie über einen Menschen urteilen.
Das sagt die Statistik über die Schwerbehinderungen in Deutschland
Ende des Jahres 2021 lebten in Deutschland rund 7,8 Millionen Menschen mit einer amtlich anerkannten schweren Behinderung – das sind rund 10 % der Gesamtbevölkerung. Deutschlandweit waren 2021 rund 318.000 Schwerhörige und Menschen mit Sprach- oder Sprechstörung, 334.000 Sehbehinderte und insgesamt mehr als eine Million Schmerzpatienten als schwerbehindert anerkannt (statista).
Arbeitsmarktanteil behinderter Menschen
Auf dem Arbeitsmarkt integriert waren 2017 30 % der Schwerbehinderten, 2019 bereits 57 % der Schwerbehinderten im Alter von 15 bis 64 Jahren. Das ist ein guter Zuwachs. Besonders gute Chancen gibt es für schwerbehinderte Menschen wohl im Dienstleistungssektor (destatis). In anderen Bereichen ist es schwieriger.
Schulabschluss oft nicht vorhanden
16 % der Menschen mit Behinderung zwischen 25 und 44 Jahren haben keinen Schulabschluss (destatis) – das liegt daran, dass sie in einigen Bundesländern keine Chance auf echte Inklusion an Regelschulen haben. Auf Förderschulen und an den Regelschulen erfüllen sie dann oft nur ihre Schulpflicht ohne echten Abschluss. Trauriger Vorreiter ist hier das Bundesland Bayern, welches leider immer noch großen Wert auf das Förderschulsystem legt und dieses im Zeitalter der Inklusion sogar noch bewusst ausbaut.
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