„Gib jedem Menschen das Gefühl, dass du ihn wahrnimmst und offen für seine Meinung bist – selbst wenn dem nicht so sein sollte.“ Diese Grundhaltung des Offenseins ist der Startpunkt eines jeden Gesprächs und jeder zwischenmenschlichen Beziehung. Sie entscheidet darüber, ob mir jemand zuhört oder gleich auf Gegenangriff schaltet.
Lachen ist nicht nur gesund
Mit einem Lachen stecken wir andere Menschen an und wirken sympathisch auf Fremde und Freunde. Insbesondere bei Personen, die uns nicht sonderlich sympathisch sind, ist es wichtig, sich offen zu zeigen. Denn nur so lässt sich eine vorteilhafte Basis schaffen, die Ihr Gegenüber erkennen lässt: „Das ist jemand, mit dem man reden kann. Wir werden in diesem Leben zwar keine Freunde mehr, aber vielleicht kommen wir zumindest zu einem ordentlichen Ergebnis.“
Schätzen Sie die Stimmung ein
Viele Menschen sind besonders sensibel für die Empfindungen ihres Umfelds. Sie merken schnell, wenn die Stimmung kippt und es Zeit wird, dem entgegenzuwirken. Das ist sehr hilfreich. Falls das Gefühl bei Ihnen nicht ganz so ausgeprägt ist, können Sie Anzeichen nutzen, um sich zur orientieren.
Manchmal sind Menschen einfach nur verunsichert oder schüchtern. In jedem Fall ist es wichtig zu erkennen, in welchem Beziehungsgeflecht man sich gerade befindet und welche Grenzen oder Vorbehalte es zu überwinden gilt, wenn Sie mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Gremium oder der Belegschaft oder mit dem Dienstherrn sprechen.
Mit diesen 6 Tipps werden Sie zum Empathie-Gewinner
1. Tipp: Lächeln Sie öfter
Lachen und Lächeln sind wichtige kommunikative Instrumente zur Herstellung von Nähe. Durch das Lachen produziert Ihr Körper Glückshormone (Endorphine), die in die Blutbahn gelangen. Das merken wir daran, dass die Stimmung steigt.
Aber Lachen bewirkt noch etwas anderes im Körper: Während Endorphine freigesetzt werden, wird die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin unterdrückt.
2. Tipp: Zeigen Sie Ihre Aufmerksamkeit
Ob Sie jemandem die volle Aufmerksamkeit schenken oder nebenbei noch kurz E-Mails auf dem Smartphone durchgehen, macht einen großen Unterschied. Um ein ganz klares Zeichen zu setzen, sollten Sie auch symbolische Gesten nutzen: Legen Sie das Notebook weg und schalten Sie das Telefon auf stumm. Machen Sie Ihrem Gesprächspartner klar, dass Sie voll und ganz für ihn da sind.
3. Tipp: Seien Sie tolerant
Sind Sie wirklich überzeugt, dass nur Ihre eigene Arbeitsweise die richtige ist? Vielleicht gibt es ja auch andere Wege, ans Ziel zu kommen. Überdenken Sie Ihre Einstellung, denn: Solange das Ergebnis stimmt, hat es keinen Zweck, die eigene Arbeitsweise von anderen zu verlangen. Die Einstellung „Du und dein Beitrag hier im Personalrat sind hervorragend, mach bitte weiter so“ gibt den Kolleginnen und Kollegen einen besonderen Motivationsschub.
4. Tipp: Benennen Sie das Problem
Wenn eine Kollegin oder ein Kollege zu Ihnen als Personalrat kommt und um Hilfe und Unterstützung oder einfach nur einen Rat bittet, sollten Sie das Problem deutlich und mit klaren Worten formulieren.
Sie könnten beispielsweise einer Kollegin, die mit einer Beschwerde über eine sexuelle Belästigung kommt, Folgendes sagen: „Es erfordert sicherlich eine Menge Überwindung, so ein Thema anzusprechen, oder?“ Oder einem Kollegen, der über eine Überlastungssituation klagt, sagen Sie: „Oha, den ganzen Tag Ihre Arbeit zu machen, und dann klingelt noch stets das Telefon, das stelle ich mir sehr schwierig vor. Dafür wirken Sie echt gelassen. Glückwunsch!“
5. Tipp: Fordern Sie Hilfe ein
Wenn Sie Hilfe benötigen, dann fordern Sie diese auch ein, gerade wenn es um Kleinigkeiten geht. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern macht Sie menschlich und sympathisch.
6. Tipp: Mitgefühl und kein Mitleid zeigen
Mitgefühl bedeutet, die Gefühle des anderen nachempfinden zu können. Mitleid bedeutet, selbst Leid zu empfinden. Mitgefühl ist hilfreich und tut dem anderen gut. Mitleid schadet eher, denn das eigene Leid blockiert Ihre Empathiefähigkeit.
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